Häfen und Dienste in Estland PDF Drucken E-Mail

Häfen in Estland

An der estnischen Küste gibt es keine verbotenen Gebiete oder Routen. Als fliessende Seezeichen gebraucht man sowohl kardinale als auch laterale Seezeichen und Bojen nach dem IALA A-Standard. Seekarten der estnischen Küste (in Maßstäben 1:100 000, 1:25 000, 1:5000, mit einem englischen Text) werden alle zwei Jahren erneuert. Ausländer können nur über diejenigen Grenzstationen, die für internationalen Vehrkehr geöffnet sind, in der Republik Estland ankommen oder sie verlassen.

Varbla

Ein guter Gasthafen ist Dirhami, eine gute Zwischenstation in der Mitte der großen Inseln Estlands. Lehtma auf der Insel Hiiumaa ist ein bescheidener Gasthafen, aber mit dem Taxi fährt man leicht u. a. nach Kärdla, der Hauptstadt der Insel. Fährschiffe nach Hiiumaa setzen in Heltermaa an Land. Dort gibt es auch einen kleinen Gasthafen.

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Sõru im Süden der Insel Hiiumaa ist ein guter Klarierungshafen. Vom Sõru kann man mit einer Fähre nach Triigi auf der Insel Saaremaa fahren. Ein eigenes Boot braucht man also unbedingt nicht.

Die Insel Saaremaa ist die größte Insel Estlands. Gegenüber den Inseln Saaremaa und Muhu liegt der Gasthafen Virtsu am Festland. Von hier aus fahren die Fähren nach Saaremaa. Auf der Insel Muhu liegt der bescheidene Gasthafen von Kuivastu und die Fähren nach Saaremaa setzen hier an Land. Wenn man mit einem eigenen Boot ankommt, lohnt es sich, längs dem guten und deutlichen Fahrwasser an den Gasthafen ”Jahisadama” in Kuressaare fahren. Der Segelbootshafen liegt in der Nähe vom Bischofsschloss und vom Schlosspark. Im Hafen können 50 Segelboote gleichzeitig liegen.

Wenn wir die Temperaturen miteinander vergleichen, liegt die Durchschnittstemperatur des Bodens unter dem 60. Breitengrad im Januar bei -15?C, in Estland liegt sie aber bei -6?C. Die entsprechende Zahlen im Juli sind 13?C und 17?C. Wir können daraus also Schlußfolgerungen ziehen, daß man das Gebiet mit den südlicher gelegenen bekannten Segelgebieten vergleichen kann. Die Saison des Bootssports dauert also fünf Monate, und im Hochsommer ist das Meerwasser so warm, daß man dort schwimmen kann.

Viele estnischen Häfen haben die sog. Blaue Flagge. Es bedeutet, daß die Häfen die festgestellten Umweltkriterien berücksichtigen. Die Flagge ist die Garantie sowohl für die gute Qualität des Wassers und für regelmäßige Testen des Wassers, für eine gute Hygienie als auch die Garantie dafür, daß der Hafen über die Bedeutung der Meeresumwelt informiert. Die Kampagne ”Blaue Flagge” in Estland wird durch den Verband ”Hoia Eesti Merd” (Bewahre die estnische See) koordiniert.

In bestimmten Häfen kann man Segel- und Motorboote ausleihen, jedoch nur mit dem Schiffer. Der Bootsausleih ist eine neue Serviceform in Estland und ist deswegen dort nicht so üblich. Preise variieren stark und sind vom Typ und von der Größe des Bootes abhängig.


Estonian Cruising Guide

Der Verband Hoia Eesti Merd und Regio AS hat für ausländische Boottouristen neulich ein englisch-sprachiges Handbuch Estonian Cruising Guide publiziert. Das Handbuch präsentiert insgesamt 53 estnische Häfen mit Karten und Fotos. Das Buch enthält Information übers Navigieren, über Grenzformalitäten und übers Lokalisierungs- und Sicherheitssystem. Das Buch enthält auch einen kleinen Überblick von Sehenswürdigkeiten (www.regio.ee).

Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 20. March 2007 )